Von Low-Code, Hip-Hop und dem Wu-Tang Clan

Was bitte hat Low-Code-Entwicklung denn mit Hip-Hop und dem Wu-Tang Clan zu tun?

Vielleicht Folgendes: Wären Low-Code und Hip-Hop Algorithmen, würde Innovation bei beiden zum Programmcode gehören. Diese Gemeinsamkeit ist auf vielen Ebenen vorhanden. Zum Beispiel: Mit Low-Code kann man schneller maßgeschneiderte Software erstellen, da dieser Ansatz den Innovations-Flaschenhals beseitigen konnte, welcher die Wettbewerbsfähigkeit großer Unternehmen jahrzehntelang ausgebremst hatte.

Oder anders ausgedrückt:

Low-Code ermöglicht es Entwicklern, Ideen 20-mal schneller in Unternehmensanwendungen zu verwandeln als durch herkömmliches Programmieren.

Das bedeutet mehr Innovation, Umsatz und Wachstum in kürzerer Zeit. Es gibt hier eine Parallele in der Art und Weise, wie Hip-Hop damals in den Mainstream gelangte, wie dieses bahnbrechende Genre die Popmusik revolutionierte und eine zwei Jahrzehnte lange Innovations- und Vertriebsflaute in der Musikindustrie durchbrechen konnte. Heute dominiert Hip-Hop nicht nur das digitale Streaming, sondern hat kürzlich sogar Rock als beliebtestes Genre in den USA abgelöst. Laut BuzzAngle Music sieht der Konsum in der US-Musikindustrie aktuell so aus:

  • Vergangenes Jahr dominierte Hip-Hop den Streaming-Markt in den USA mit knapp über 25 % vom Gesamtanteil, während es im Vorjahr noch 22 % waren.
  • Wenn man Spotify und Apple Music noch berücksichtigt, liegt Hip-Hop sogar bei 26,9 % Anteil des gesamten Streaming-Markts.
  • Knapp 22,8 % aller Musik-Streams auf YouTube waren Hip-Hop-Produktionen.

Bemerkenswert ist, dass die Hip-Hop-Branche das digitale Streaming schnell als neuen Weg zur Konsumförderung erkannte – und genau so geschieht Innovation. Der Frontmann von Maroon 5, Adam Levine, hat es vermutlich am besten ausgedrückt, als er sagte:

„Die innovativen Ideen und die unglaublichen Entwicklungen in der Musikwelt kommen aus dem Hip-Hop …“

Aber von allen Parallelen, die man zwischen Hip-Hop und Low-Code ziehen könnte, wäre die überraschendste Gemeinsamkeit wohl die digitale Transformation. Und doch: Nimmt man die digitale Transformation genau unter die Lupe, findet man in den unglaublichsten Bereichen Schnittstellen zum Hip-Hop. Ein Beispiel:

  • Mitglieder des Wu-Tang Clan führten Kryptowährungen ein, um Alben, Konzerte und Brand-Projekte zu finanzieren.
  • Rapper/Schauspieler Common arbeitete zusammen mit Microsoft an einer Reihe von TV-Werbespots zu künstlicher Intelligenz.
  • Der Frontmann der Black Eyed Peas, will.i.am, integrierte Augmented Reality in seine Show und arbeitete als Director of Creative Innovation mit Intel zusammen.
  • Die Hip-Hop-Mogule Jay-Z und Snoop Dogg unterstützten eine digitale Aktienhandelsplattform namens Robinhood, deren Wert auf über 5 Mrd. USD geschätzt wird.

Der Weg in den Mainstream

Neue Trends weisen oft den Weg zur positiven Veränderung. Und obwohl man für das Neue heutzutage dank Social-Media-Kampagnen (wie Podcasts, Facebook-Gruppen, Chaträume, Tweetstorms und andere) leicht einen gewissen Hype generieren kann, kann selbst ein gutes Video schon ausreichen, um eine bestimmte Message herüberzubringen. Es könnte weniger als eine Minute lang sein und trotzdem viral durchschlagen. Wichtig ist die Verbindung zu den Leuten und die Diskursprägung.

Jeden Tag sitzen Tech-Experten vor ihren Rechnern und tippen ihre Ansichten zu Low-Code-Entwicklung und anderen heißen Trends. Und dennoch bekommen die ungeplanten, völlig zufälligen Ereignisse die ganze Aufmerksamkeit. Wo wir gerade von Zufall sprechen: Ich entdeckte kürzlich ein improvisiertes Video (unten) von einem Hip-Hop-Fan, der einen Freestyle-Low-Code-Rap auf der Appian World 2019 Konferenz vergangenen Mai in San Diego vom Stapel ließ. Die mitreißende Performance trug die Menge mit sich davon, denn sie war ungeplant und voll auf Linie mit gängigen Hip-Hop-Stilen; außerdem wurde ein Tech-Thema (Low-Code) angesprochen. Lesen Sie sich einfach einmal folgenden Textausschnitt auf Englisch durch und sehen Sie sich das Video an:

„…Everybody knows that we got a (low-code) hit
Everybody knows that Appian is down with it
Yo, bust a groove, then bust a move
Everybody knows that we got the (low-code) attitude
Developers know it’s the better move
Everything we gotta do, making it fast
Everybody knows that Appian (low-code) is built to last…“

Low-Code hat den Mainstream erreicht und die Aufmerksamkeit von CIOs geweckt, die agile Softwareentwicklung in ihre IT-Abteilung bringen möchten. Die Folge: Der Plattformumsatz wird 2022 die 20-Milliarden-Dollar-Marke knacken, während 2017 gerade einmal 4,3 Mrd. USD umgesetzt wurden (laut aktuellen Nachrichten). Außerdem sollte erwähnt werden:

  • Beeindruckende 84 % der Unternehmen haben sich Low-Code zugewendet, um die Belastung für IT-Ressourcen und Markteinführungszeiten zu reduzieren.
  • Die Unternehmen mit der niedrigsten Toleranz für Ausfallzeiten und Datenverluste führen Top-Anwendungen auf Low-Code-Basis aus.
  • Über die Hälfte der Befragten gibt an, Low-Code zu nutzen, weil die Bereitstellungsgeschwindigkeit die aller anderen Methoden übertrifft.
  • 49 % sagen, dass Low-Code das größte Potenzial zur Prozessautomatisierung hat.

Das sagen die Branchenanalysten von Forrester.

Lange Rede, kurzer Sinn: Low-Code fördert Innovation. Hip-Hop ebenso. Wir sind von beiden begeistert.

Peace out!

(Tiefgreifendere Informationen zum Low-Code-Trend finden Sie in  Large Enterprises Succeeding With Low-Code von Forrester [Low-Code verhilft großen Unternehmen zum Erfolg].)

 

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