Low Code ist heiß. Skeptiker verbrennen sich die Finger. Teil 1 von 3

(Diese Geschichte ist der erste Teil einer dreiteiligen Serie über den Geschäftswert der Low-Code-Entwicklung und wie Sie innovative Ideen 20-mal schneller als Ihre Mitbewerber in einzigartige Software verwandeln können.)

In der On-Demand-Welt der digitalen Transformation sind Unternehmen softwaregetriebener als je zuvor. Und die erfolgreichsten Unternehmen? Sie heizen den Wettbewerb an, wenn es darum geht, eine innovative Idee in eine einzigartige Software zu verwandeln und zu skalieren.

Es ist aber nicht so, dass Ihre Entwickler alles manuell programmieren müssen, damit Ihr Unternehmen eine starke, softwaregesteuerte Organisation wird. Natürlich ist es fantastisch, wenn sie die Zeit und die technischen Möglichkeiten dazu haben.

Mit Blick auf die Dynamik der digitalen Transformation ist Agilität jedoch Trumpf. Die Disruption wartet schließlich auf niemanden. Tatsache ist, dass CIOs verschiedenster Unternehmen, die Prozesse der agilen Softwareentwicklung in ihre IT-Abteilungen einbringen möchten, das Potenzial von Low-Code Development längst erkannt haben. In Zahlen lässt sich dies noch deutlicher darstellen:

Laut Forrester haben sich ganze 84 % der Unternehmen für Low-Code Development entschieden, um die Belastung für IT-Ressourcen zu senken, Markteinführungszeiten zu verkürzen und Führungskräfte in die Entwicklung digitaler Assets einzubinden.

Zeit ist Geld: Der Geschäftswert von Low-Code-Geschwindigkeit

Low-Code-Plattformen machen es einfach, leistungsstarke Unternehmensanwendungen schnell zu erstellen und Geschäftsprozesse neu zu gestalten – und das ohne Tausende von Codezeilen zu schreiben. Die benutzerfreundliche Drag-and-Drop-Oberfläche einer modernen Low-Code-Plattform ermöglicht es Entwicklern und weniger technikaffinen Nutzern gleichermaßen, Daten im gesamten Unternehmen in einer einfachen kontextuellen Ansicht zu vereinheitlichen. Und das kann sich unmittelbar auf das Geschäftsergebnis auswirken. Vorkonfigurierte Konnektoren und einfach zu konfigurierende APIs sorgen dazu für eine schnellere Integration, was eine Menge Zeit, Geld und Nerven spart. Darüber hinaus ermöglicht Low-Code den Benutzern die sofortige Bereitstellung von Unternehmensanwendungen überall – im Web, auf Mobilgeräten und mehr.

Eric Bloom, Executive Director des IT Management Institute, erklärt: „Vorher mussten die Unternehmensanalysten erst einmal die Anforderungen erfassen. Diese Anforderungen wurden dann in ein Dokument übertragen, das als Grundlage für die Erstellung der Software diente. Heute setzen sich die Analysten und Nutzer einfach zusammen und erstellen die Anwendung im Handumdrehen selbst. Deshalb ermöglicht Low-Code eine enorme Kostenersparnis, weil sowohl Entwicklung als auch Implementierung beschleunigt werden.“

„Bei der digitalen Transformation geht es zu 75 % um die Nutzung digitaler Technologien zur Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Kostenreduzierung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“, führt Bloom weiter aus.

„Das eigentliche Potenzial (von Low-Code) sehe ich jedoch bei der Neustrukturierung von Geschäftsprozessen. Schnelle Anwendungsentwicklung eignet sich ideal zur Optimierung interner Abläufe. Für Unternehmen, die im Rahmen der digitalen Transformation ihre internen Betriebsabläufe umstrukturieren wollen, ergeben sich hier echte Chancen.“

– Eric Bloom

Weitere Daten zum Geschäftswert der Low-Code Anwendungsentwicklung, basierend auf einer aktuellen Studie der IDC:

  • 509 % ROI über fünf Jahre
  • 7 Monate Amortisationszeit
  • Bis zu 72 % schnellere Entwicklungszyklen
  • 25 % Produktivitätssteigerung für Geschäftskunden
  • 42 % Steigerung der Benutzerakzeptanz neuer Anwendungen
  • 123 % Produktivitätssteigerung für Geschäftsprozess-Teams
  • Umsatzsteigerung von 14,8 Mio. USD pro Jahr

Warum Low-Code-Skeptiker falsch liegen

„Es ist nur eine Neuauflage der schnellen Anwendungsentwicklung der alten Schule … Es wird nicht lange anhalten … Es ist nur für Nicht-Entwickler … Es fehlt die Leistungsstärke der individuellen Programmierung.“ So oder so ähnlich klingt es immer wieder. Skeptiker werden skeptisch sein. Das ist einfach das, was Skeptiker tun. Das vielleicht beste Argument, um den Skeptikern das Gegenteil zu beweisen, sind die zahlreichen überzeugten Kunden, die bestätigen, dass Low-Code schneller, agiler und weitaus leistungsfähiger ist als das „Rapid Application Development (RAD)“ von gestern.

Es gibt auch den Mythos, dass sich Low-Code Development nur für kleine bereichsinterne Anwendungen und klein angelegte Entwicklungsprojekte eignet. Die massiven Herausforderungen bei der Datenintegration, mit denen Unternehmen heute konfrontiert sind, sind in vielerlei Hinsicht weitaus komplexer als die Möglichkeiten von altgedienter RAD. Low-Code spielt eine wesentliche Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen.

In einem schnelllebigen und von On-Demand-Ansprüchen geprägten Zeitalter ist es schwierig, mit einer traditionellen (und oft schwerfälligen) Herangehensweise an die Anwendungsentwicklung zu konkurrieren und zu gewinnen.

So stellt sich für Unternehmen, welche die Umstellung auf Low-Code nicht vorgenommen haben, nicht die Frage, wann oder ob sie beeinträchtigt werden. Es wird passieren und es kann jederzeit passieren.

Wird es ein herausforderndes Start-up, ein langjähriger Marktführer oder ein Technologie-Riese sein, der etablierte Unternehmen in Ihrem Markt überrumpelt? Der digitale Wandel erschüttert selbst Low-Tech-Branchen und schafft dabei neue Möglichkeiten, um die Interaktion von Kunden mit Marken neu zu gestalten. Wie können Sie also von diesem volatilen Umfeld profitieren? Und wenn Sie dazu in der Lage sind, wie können Sie dann in einer Welt bestehen, in der Innovationen in digitaler Geschwindigkeit stattfinden?

Es ist leicht zu glauben, dass das Dasein als Marktführer Sicherheit bietet. Laut Credit Suisse haben wir jetzt jedoch eine Situation, in der die Lebensdauer einer Top-Marke im S&P 500 von 60 Jahren in den 1950er Jahren auf weniger als 20 Jahre gesunken ist. Von daher ist es weitaus besser, Ihre Wertschöpfungskette mit einzigartigen Anwendungen zu stärken, mit deren Hilfe sich Kunden schneller zufriedenstellen lassen. Genau hier setzt Low-Code Development an.

Aufschlüsselung des Leistungsversprechens von Low-Code

Kurz gesagt ist Low-Code ein neuer Ansatz, mit dem sich Ideen 20-mal schneller in Unternehmensanwendungen verwandeln lassen als durch das herkömmliche Programmieren. Das liegt daran, dass mit einer Low-Code-Plattform Anwendungen nicht mehr aufwändig programmiert werden müssen. Sie können sie ganz einfach zeichnen – wie ein Flussdiagramm. Dabei zeichnen Sie Ihre Wunschvorstellung auf – sprich dasjenige, was Ihre Anwendung können soll.

Mittels Drag-and-Drop-Funktion können Sie Oberflächen, Regeln und Integrationen positionieren. Die Low-Code-Plattform übernimmt dann den Rest. Low-Code ist intuitiv bedienbar, einfach und schnell. So benötigen Sie also keinesfalls einen Informatik-Abschluss, um es sinnvoll einsetzen zu können. Infolgedessen haben sich viele große Unternehmen für Low-Code entschieden, um den Druck auf ihre IT-Ressourcen zu verringern und die Geschäftsanwender in die Entwicklung von digitalen Assets einzubeziehen.

Ein erwähnenswerter Vorteil ist zudem, dass eine auf einer Low-Code-Plattform erstellte Anwendung automatisch aktualisiert wird. Das bedeutet, dass sie sich sogar so weiterentwickeln kann, um auf zukünftigen, noch nicht entwickelten Geräten zu funktionieren.

Hierdurch lässt sich das Problem der technischen Verschuldung, aufgrund derer laut einer aktuellen Umfrage der IDG bis zu 38 % aller Softwareentwicklungszyklen eingestellt werden müssen, beheben. Und in Hinblick auf die Hunderte, wenn nicht gar Tausende von unzusammenhängenden Anwendungen, Systemen und Prozessen in Ihrem Unternehmen ist das Problem der technischen Verschuldung nun wahrlich keines, dem Sie sich stellen möchten.

Und noch etwas: Werden Anwendungen auf einer modernen Low-Code-Plattform ausgeführt, profitieren sie automatisch von den Zuverlässigkeits- und Sicherheitsmerkmalen dieser Plattform.

Mit anderen Worten, die besten Low-Code-Anbieter nehmen die Verfügbarkeit und Sicherheit der Cloud ernst, sodass Ihnen maximale Sicherheit garantiert ist.

Dazu zählen SLAs für Verfügbarkeit, Funktionen, die Hochverfügbarkeit begünstigen, erstklassige Sicherheitsstufen und eine hochskalierbare Architektur. Zudem profitieren Sie von den Vorteilen von FedRamp, PCI-DSS, SOC 2, SOC 3, HIPAA und vielen weiteren. Es ist auch erwähnenswert, dass keine zusätzliche Arbeit der Anwendungsentwickler erforderlich ist, um diese Vorteile zu nutzen:

Welche Protokolle Ihr Unternehmen nutzt, ist dabei völlig nebensächlich. Ganz egal, ob Sie standardbasierte Integrationen wie HTTP, OAuth oder SOAP verwenden, oder auf neuartige Formate wie openAPI oder Swagger setzen – Low-Code reduziert die Zeitspanne, in der ein Produktplan zu einer absolut unschlagbaren Anwendung wird.

Low-Code hört sich einfach an. Doch verwechseln Sie Einfachheit nicht mit mangelnder Leistungsstärke. Low-Code ist ein industrietaugliches Werkzeug mit der Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit, um auch die anspruchsvollsten Geschäftsanwendungen zu unterstützen. Außerdem vermag Low-Code die immensen Hürden, die den Weg zur erfolgreichen digitalen Transformation erschweren, zu überwinden, so eine aktuelle Studien von Forrester.

Die Chip-Geschwindigkeit kann sich alle zwei Jahre verdoppeln. Warum also nicht Softwareentwicklung?

Damals im Jahr 2014 begann Forrester damit, eine schnell wachsende Softwarekategorie zu verfolgen, die sie Low-Code-Development-Plattformen nannten. Forrester definierte Low-Code-Development-Plattformen als:

„Plattformen, die eine schnelle Bereitstellung von Unternehmens-Anwendungen mit einem Minimum an manueller Programmierung und minimaler Investition in Einrichtung, Schulung und Implementierung ermöglichen.“

Heute muss jedes Unternehmen wie ein Softwareunternehmen denken, wobei jedes Unternehmen auf der Basis einzigartiger Softwareanwendungen konkurriert. Software ist zum neuen Schlachtfeld geworden. Ob Sie gewinnen oder verlieren, hängt mehr denn je von Ihrer Fähigkeit ab, einzigartige Unternehmensanwendungen schneller mit weniger Ressourcen und einer schnelleren, iterativen Bereitstellung als Ihre Mitbewerber zu erstellen.

Appian CEO Matt Calkins drückte es in einem kürzlich durchgeführten Interview in Computerworld UK sehr passend aus (übrigens ist Appian das erste börsennotierte Low-Code-Unternehmen):

„Unser Ziel ist es, alle zwei Jahre die Hälfte des Arbeitsaufwands für die Erstellung einer Anwendung einzusparen. In zwei Jahren wird es halb so viel Arbeit erfordern, zwei Jahre danach ein Viertel so viel. Es ist wie das Moore’sche Gesetz, aber statt der Größe des Transistors wird es der Arbeitsaufwand sein, der für die Entwicklung einer Anwendung notwendig ist.“

(Schalten Sie nächste Woche für die nächste Folge dieser aktuellen dreiteiligen Serie darüber ein, wie Low-Code Development Unternehmen dabei hilft, einzigartige Anwendungen schneller als je zuvor zu erstellen und zu warten.)

 

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